Sehen in BIM die Zukunft (v.li.): Dekan Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser, Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Hochschulpräsident Prof. Dr. Manfred Weisensee.Foto: Piet Meyer/Jade HS
Ganzheitliche Digitalisierung der Bauwirtschaft
Oldenburg. 270 Experten aus der Bauwirtschaft und Wissenschaft nahmen am 14. und 15. April am
3. BIM-Tag am Studienort Oldenburg der Jade Hochschule teil. Building Information Modeling (BIM) - übersetzt Gebäudedatenmodellierung - bietet eine Möglichkeit der Organisation von Informationen und Prozessen in einem virtuellen dreidimensionalen Gebäudemodell: Ein Bauprojekt wird komplett digital durchgespielt, dann erst wird gebaut. Zum Einsatz kommt dabei eine datenbankfähige Software, die die komplexen Arbeitsprozesse der Bereiche Architektur, Bauingenieurwesen, Haustechnik und Facility Management in einem virtuellen Gebäudemodell zusammenführt.
„BIM trägt dazu bei, Fehler zu vermeiden und Kosten zu sichern“, erklärt
Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser, Dekan des Fachbereichs Bauwesen Geoinformation Gesundheitstechnolgie und Initiator der Veranstaltung. Die Planung werde transparenter, weil alle Beteiligten gemeinsam an dem gleichen virtuellen Modell arbeiten. Auftretende Probleme seien sofort für alle in ihren Auswirkungen erkennbar. „Die Baubranche ist inzwischen davon überzeugt, dass sich BIM kurz- und mittelfristig durchsetzen wird.“
Neben Unternehmen, die die BIM-Methode in ihre Projekte einbinden möchten, nehmen auch Studierende an der Veranstaltung teil. Die Jade Hochschule hat BIM seit 2007 als festen Bestandteil in ihre Lehre und Forschung integriert.
Auch Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann und Hochschulpräsident
Prof. Dr. Manfred Weisensee wiesen in ihren Eröffnungsreden auf die hohe Relevanz der BIM-Methode und die zunehmende Bedeutung von Digitalisierung hin.
Einen Beitrag zum 3. Oldenburger BIM-Tag sendete der Lokalsender oeins im
Lokalfenster am 15. April (ab Minute 14.03).
Weitere Informationen zu BIM: Prof. Dr. Hans-Hermann Prüser im
Jade Welt-Interview.