Menschen
Studierende berichten
07.04.2017
Der etwas andere CeBIT Bericht
Anm. d. Red.: In der Reihe „Studierende berichten“ haben Studierende die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zum Studium und zur Jade Hochschule frei und unzensiert zu äußern. Um die Authentizität der Beiträge zu erhalten, nimmt die Redaktion keinerlei Änderungen vor.Alle Jahre wieder...
Neben dem Maschseefest gibt es einen weiteren Grund der Hauptstadt von Niedersachsen einen Besuch abzustatten. Die CeBIT in Hannover stand vor der Tür. Und wie es sich für eine vorbildliche Hochschule gehört, war natürlich auch unsere Jade Hochschule mit einem Stand vertreten. Am Sonntag machte ich mich mit Professor Klafft, von Wilhelmshaven auf nach Hildesheim, um dort unsere Bleibe für die nächsten sechs Tage aufzusuchen. Direkt an der L485 lag das Landhaus Heidekrug, welches uns mit einem kühlen Bier und einer kalten Platte willkommen hieß.Nach dem Frühstück...
... und mindestens zwei Kaffee am Morgen, machten wir uns dann von Montag – Freitag um halb 8 auf den Weg zum Messegelände. Durch die vielen Pferdestärken von Professor Klaffts weißem Twingo waren wir dann auch innerhalb einer halben Stunde im Parkhaus direkt an der Messehalle 6. Schwer bepackt mit Poster, Jade Hochschule Give-Aways, Informationsbroschüren und Flyern, gingen wir zu unserem Messestand. Pünktlich wie der frühere Hochschul-Gong, waren wir (fast) immer die ersten am Niedersachsen Stand und bereiteten alles für den jeweiligen Messetag vor.Kurze Info...
Vorgestellt haben wir das Usability-Labor der Jade Hochschule am Standort Wilhelmshaven, eine von Professor Klafft durchgeführte Studie über die First Aid App des amerikanischen Global Disaster Prepardness Centers und natürlich auch die Jade Hochschule. Die CeBIT bot an jedem Tag einige Überraschungen bereit. Neben vielen guten und interessanten Kontakten die hergestellt wurden, gab es auch einen etwas bitteren Beigeschmack der mir in Erinnerung blieb.Es waren die sogenannten...
„Geschenkegeier“, die mir nicht aus den Kopf gehen. Natürlich lockt man verschiedenste Menschen an den Stand, wenn Give-Aways (Kugelschreiber, Armbänder, Notizblöcke, Bonbons u.a.) ausgelegt werden. Es gibt diesbezüglich drei Arten, die ich feststellen konnte. Die ersten sind „ die Heuchlerischen“. Diese pirschen sich langsam an den Stand und hören sich auch erstmal an, was denn überhaupt ausgestellt wird. Während die Personen informiert werden, sind sie mit den Gedanken aber schon bei den Give-Aways und überlegen sich, ob sie denn jetzt gleich den Kugelschreiber oder doch das Armband nehmen. Oder vielleicht doch einfach beides?! Meistens wird dann das einseitige Gespräch unterbrochen und einfach nachgefragt: „Könnte ich mir noch son‘ Kulli mitnehmen?“. Die zweite Art sind „die Höflichen“. Diese seltene Art ist mir noch am sympathischsten. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sie zielgerichtet zum Stand eilen und höflich nachfragen: „Dürfte ich mir bitte einen Notizblock mitnehmen?“. Nun kommen wir zum „Provokateur“. Sogar jetzt während ich diesen Artikel verfasse verspüre ich eine leichte Aggression in mir. Es gibt leider viele von dieser Art. Schnellen Schrittes läuft der „Provokateur“ auf den Stand zu, schaut einem nicht in die Augen (wahrscheinlich weil er sonst zu Stein erstarrt), greift sich eine Handvoll Give-Aways und rennt in Windeseile wieder davon. „Der Provokateur“ ist quasi der Messi auf der Messe. Er steckt sich alles Mögliche in die, auch auf der Messe erworbenen, Werbegeschenktüte.Auch die Bildungselite...
durfte natürlich nicht fehlen. Es gab einige Studierende, die sich sehr für unseren Stand interessiert haben. Aber auch „Insta-Studies“ haben ihr Unwesen getrieben. Diese Spezies holte vor unserem Stand ihr Smartphone aus der Tasche, um nur ein Bild zu schießen und gingen dann weiter. Wahrscheinlich wurden die Bilder dann in ihren Instagram- oder Snapchat-Stories geteilt, um zu zeigen: „Ey guckt mal… Meine FH ist auf der CeBIT vertreten!“Auch viele Ehemalige Studierende...
der Jade Hochschule haben sich informiert. Einzig allein die Frage, ob denn die alte Werft noch in Elsfleth steht, konnten wir leider nicht beantworten. Höheren Besuch gab es dann auch von Prof. Dr.-Ing. Manfred Weisensee, dem Präsidenten der Jade Hochschule. Dies konnten wir leider nicht von den verschiedenen Ministerinnen und Ministern aus Niedersachsen behaupten. Vielleicht klappt es ja im nächsten Jahr. Unsere Mittagspausen haben wir dafür genutzt, uns auch mal die anderen Hallen anzusehen. Mein persönliches Highlight war hierbei die Halle 17, wo es sprechende japanische Roboter namens „Pepper“ gab, Drohnenrennen veranstaltet wurden und Virtual-Reality-Brillen getestet werden konnten. Insgesamt war es eine sehr lehrreiche, spannende aber auch amüsante Woche, die ich mit Professor Klafft erleben durfte.Ich glaube zudem, dass vielen Leuten die an unseren Stand gekommen sind, die Jade Hochschule in Erinnerung bleibt. Und das nicht nur wegen dem „Jade-Hochschul-Kugelschreiber“, den sie sich in ihre Tasche gesteckt haben.