v.l. Prof. Dr. Dr. Birger Kollmeier, Prof. Dr. Martin Heidenreich, Dr. Petra von Gablenz, Prof. Dr. Gisela Schulze (Vorsitzende der Prüfungskommission), Prof. Dr. Inga Holube. Nicht auf dem Bild sind folgende Mitglieder der Prüfungskommission: Prof. Dr. Antje Timmer (Department für Versorgungsforschung, Uni OL) und Prof. Dr. Sebastian Schnettler (Institut für Sozialwissenschaften, Uni OL). Foto: privat
„Soziale Unterschiede im Tonhörvermögen sind - trotz der Verbesserungen im Arbeits- und Lärmschutzes und der Gesundheitsversorgung - in den Studiendaten deutlich erkennbar“, weiß von Gablenz. Für Gruppen getrennt nach Bildung, Beruf und Einkommen seien statistisch grundlegende Abweichungen bestätigt. „Berufslärm ist ein wichtiger Faktor, erklärt die beobachteten Unterschiede aber keineswegs vollständig.“ Dieses Ergebnis liefere eine Grundlage, auf der Präventionsmaßnahmen und -angebote geplant werden können.
Besonders hervorzuheben ist, dass die Auswertungen aus der HÖRSTAT Studie in die internationale Norm ISO7029 eingeflossen sind. Diese Norm beschreibt die Abnahme des Tonhörvermögens bei „gesunder“ Alterung und basierte bisher auf Daten aus der 1950er und 60er Jahren.
Petra von Gablenz studierte Geschichtswissenschaften in Augsburg, Köln, Madrid und Bielefeld und war viele Jahre als freie Journalistin tätig bevor sie mit „Hörtechnik und Audiologie“ 2004 ein zweites Studium an der Jade Hochschule aufnahm. Nach dem Diplom im Jahre 2008 war die Mutter von drei Kindern maßgeblich an der Neu-Konzeption des Studienganges „Assistive Technologien“ beteiligt. Im Jahr 2010 übernahm sie die wissenschaftliche Mitarbeit im Projekt HÖRSTAT unter der Leitung von Prof. Dr. Inga Holube.