Menschen

Studierende berichten
05.04.2017

Studieren und Arbeiten - das biStudiumGeoIT aus der Sicht einer Studentin

Anm. d. Red.: In der Reihe "Studierende berichten" haben Studierende die Möglichkeit, ihre Erfahrungen zum Studium und zur Jade Hochschule frei und unzensiert zu äußern. Um die Authentizität der Beiträge zu erhalten, nimmt die Redaktion keinerlei Änderungen vor.


Landesamt fördert junge Menschen…

…durch ein berufsintegriertes Studium. Ich möchte euch im Folgenden Artikel über meine Erfahrungen mit diesem Modell berichten. Das Landesamt für Geoinformation und Landesvermessung Niedersachsen (LGLN) bietet seit 2014 das biStudium (berufsintegriertes Studium) an. Voraussetzung dafür ist eine abgeschlossene Berufsausbildung als VermessungstechnikerIn oder GeomatikerIn. 2014 wurde dieses Modell zum allerersten Mal angeboten und 6 Studierende eingestellt. 2015 waren es dann 12 im Land Niedersachsen. 2016 wurden 18 Stellen angeboten und besetzt. Auch in diesem Jahr wird das Modell erneut angeboten. Im Jahr 2015 wurde auch Ich eingestellt und studiere nun im 4. Semester Angewandte Geodäsie. Das biStudium ist gekoppelt an die Studiengänge Angewandte Geodäsie oder Geoinformatik.

Das Konzept dieses Modells…

… ist es, eine Verbindung zwischen Studium und Praxis herzustellen, bzw. den Bezug zur Praxis beizubehalten. Während des Studiums erhalte Ich ein geregeltes Einkommen. Allerdings bin ich in den Semesterferien verpflichtet für das LGLN in einem der Katasterämter zu arbeiten. Mir wird nach dem Bundesurlaubsgesetz natürlich Urlaub gewährt. Dieses Modell enthält auch eine unbefristete Anschlussbeschäftigung bei gutem Abschluss nach dem Studium. Somit habe Ich einen sicheren Arbeitsplatz erhalten. Durch die Arbeitsphasen in den Semesterferien verliert man nicht den Bezug zur Praxis, was ich sehr wichtig finde, da sich viele Studiumsinhalte nicht unbedingt in der Praxis wiederfinden. Außerdem erhalte ich durch dieses Modell einen sicheren Betreuungsplatz für die Bachelorarbeit. 

Vermutlich denkt man jetzt auf den ersten Blick: Wann hat man da noch Zeit für Hausarbeiten, die vielleicht auch in den Semesterferien erledigt werden müssen. In meinem Studiengang gibt es relativ wenige Hausarbeiten. Oftmals kann ich diese auch schon während des Semesters erledigen. In Semestern, wo mal viele Hausarbeiten erledigt werden müssen, muss ich diese dann eben im Urlaub bearbeiten.  Aber das ist alles machbar.
 

Ist das anstrengender…

...als ein „normales Studium“? Diese Frage höre ich doch öfter mal, wenn ich über dieses Modell berichte. Ich würde das biStudium nicht als anstrengend bezeichnen. Ich habe natürlich schon einen gewissen Leistungsdruck, da ich schon in der Regelstudienzeit fertig werden sollte. Es ist erlaubt maximal ein Semester zu verlängern, was man nicht unbedingt in Anspruch nehmen möchte. Viele andere Studenten arbeiten auch in den Semesterferien und wahrscheinlich sogar mehr als ich oder sogar im laufenden Semester neben den Vorlesungen. Ich bin sehr froh, dass ich eine der „biStudenten“ sein darf.